Informationen und Anmeldung EZUS-Online-Seminare

Stimmen die Bevölkerungsdaten noch? Ein neuer Zensus in Deutschland

Dienstag, 02. Februar 2021
10.00 bis 12.00 Uhr

PD Dr. E.-Jürgen Flöthmann
(Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften
AG 8 Institut für Bevölkerungs- und Gesundheitsforschung)

Die genauen Bevölkerungszahlen kennt keiner. Um aber Zahlen zu haben, die möglichst nahe an den tatsächlichen Zahlen liegen, wird in bestimmten Zeitabständen eine Volkszählung durchgeführt. Die Durchführung derartiger Zählungen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten geändert. Immer mehr Länder greifen auf bestehende Datensätze, sogenannte Register, zurück. Dennoch gibt es große Unterschiede zwischen den Erhebungsformen in den verschiedenen Ländern. Eigentlich sollte in den meisten europäischen Ländern in diesem Jahr ein Zensus stattfinden, der sich aber aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr auf 2022 verschoben hat. Warum benötigen wir heute überhaupt noch einen Zensus? Welche Unterschiede bestehen zwischen der klassischen Volkszählung und dem heutigen Zensus? Und welche Merkmale erfasst der Zensus überhaupt. Wo finde ich die Zensusergebnisse? Diese und weitere Fragen sollen in der Veranstaltung erläutert und diskutiert werden.

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Universitäten – Bibliotheken – Ruhmeshallen:
Wofür man in der Frühen Neuzeit das Pantheon nachbaute und was dies über die jeweiligen Nutzungen sagt

Dienstag, 16. Februar 2021
10.00 bis 12.00 Uhr

Prof. Dr. Johannes Süßmann
(Geschichte der Frühen Neuzeit, Fakultät für Kulturwissenschaften, Universität Paderborn)

Das Pantheon in Rom ist der besterhaltene antike Tempel. Es besteht aus einem kreisrunden Zentralbau, über dem sich eine halbkugelförmige Kuppel wölbt. In der Frühen Neuzeit ist diese Bauform zum Vorbild geworden. Sie hat nicht nur bedeutende Kirchenbauten inspiriert; auch für Bauten, die weltlichen Zwecken dienten, griff man sie auf.
Im Vortrag werden zunächst einige Aneignungen vorgestellt. Dann wird gefragt, was die Bauform über den Anspruch der jeweiligen Nutzungen verrät. In der frühneuzeitlichen Architekturtheorie galt das Pantheon als Inbegriff eines Sakralbaus (‚allen Göttern geweiht‘). Zeigt sein Einsatz für weltliche Zwecke an, dass es schon in der Frühen Neuzeit so etwas wie eine Zivilreligion gab?

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Was glaubt, wer nicht glaubt? Aktuelle Formen des Atheismus

Dienstag, 23. Februar 2021
10.00 bis 12.00 Uhr

Prof. Dr. Dr. Bernd Irlenborn
(Lehrstuhl Philosophiegeschichte und Theologische Propädeutik
Theologische Fakultät Paderborn)

Seit etwa zwanzig Jahren haben sich zahlreiche neue atheistische Positionen in die Debatte um die Gottesfrage und die Bedeutung von Religion eingebracht. Weltweit bekannt mit einem polemischen Verständnis von Religion wurden beispielsweise Vertreter des sogenannten „Neuen Atheismus“ um den Evolutionsbiologen Richard Dawkins. Daneben haben sich auch andere Versionen atheistischen Denkens ergeben, die Dawkins Position als „Krawall-Atheismus“ kritisieren.
Der Vortrag wird in die Thematik „Atheismus und Religionskritik“ einführen. Dabei geht es zunächst um die Klärung von Begriffen (was heißt „Atheismus“ überhaupt?) und einen Ausblick in die Entstehung atheistischer Positionen.
Danach werden aktuelle atheistische Entwürfe vorgestellt, mit Fokus auf den „Neuen Atheismus“. Zum Schluss ist eine Diskussion vorgesehen, wie überzeugend die atheistischen Argumente sind, gerade auch angesichts des schwindenden christlichen Glaubens in unserer Gesellschaft.

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Die Verbindungen zwischen Descartes‘ Erkenntnistheorie und Ethik

Dienstag, 02. März 2021
10.00 bis 12.00 Uhr

Dr. Ariane Cäcilie Schneck
(Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie / Abteilung Philosophie, Universität Bielefeld)

René Descartes, der „Vater der modernen Philosophie“ oder gar „Vater der Moderne“ wie er oft genannt wird, ist vor allem für seine Arbeiten in der Erkenntnistheorie und Metaphysik bekannt, allen voran für seine „Meditationen über die Grundlagen der Philosophie“, die eine Version der berühmten Einsicht „Ich denke, also bin ich“ (oder Cogito ergo sum) enthalten.
In meinem Online-Seminar möchte ich jedoch die Aufmerksamkeit auf einen anderen, weniger bekannten Bereich des cartesischen Denkens lenken, nämlich seine Überlegungen zur Ethik und Moralphilosophie. In Bezug auf diese Bereiche soll das Seminar zeigen, wie Descartes’ Gedanken zu Themen der Ethik mit seinen epistemologischen und metaphysischen Grundsätzen in Verbindung stehen.
Der Fokus soll hierbei einerseits auf seiner essentialistischen Definition des Selbst als „denkendem Ding“ liegen, andererseits zeigen, wie diese Definition einige, vielleicht sogar die meisten von Descartes’ ethischen Grundannahmen prägt. Besonders deutlich zeigt sich dieser Zusammenhang in Bezug auf die cartesische Schlüsseltugend des „Edelmuts“ (oder générosité wie es im französischen Original heißt) und die damit einhergehende Konzeption von „starken“ und „schwachen“ Seelen.
Interessanterweise ist Descartes’ Haupttugend, der „Edelmut“, der sowohl die Grundlage für den Erwerb vieler weiterer Tugenden, als auch den Schlüssel zur Bekämpfung unerwünschter Leidenschaften und damit zum Erlangen von Glückseligkeit darstellt, eng mit Descartes’ Konzeption des freien Willens, aber eben auch mit seiner Definition des „Ich“ als res cogitans oder „denkendem Ding“ verbunden.
Im Online-Seminar werde ich deshalb, ausgehend von einer kurzen Zusammenfassung des Cogito-Arguments, Einblicke in Descartes’ Vorstellungen von charakterlicher Tugend, Affektkontrolle und Glückseligkeit geben und zeigen, wie diese in seiner Erkenntnistheorie und Metaphysik begründet sind.

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Was hat Philosophie mit Corona zu tun?

Dienstag, 09. März 2021
10.00 bis 12.00 Uhr

Prof. Dr. Ralf Stoecker
(Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie / Abteilung Philosophie, Universität Bielefeld)

Die Corona Pandemie zwingt uns dazu, uns über viele alltägliche Dinge Gedanken zu machen. Sie bringt aber auch eine ganze Reihe von philosophischen Herausforderungen mit sich, angefangen von konkreten Fragen in der Medizinethik bis hin zu sehr generellen existenziellen Themen, die unser Leben insgesamt umgreifen: Wie soll man auf der Intensivstation mit den Beatmungsgeräten umgehen, wenn mehr Patientinnen und Patienten auf die künstliche Beatmung angewiesen sind als Plätze vorhanden sind? Was ist der richtige Schlüssel, den Impfstoff zu verteilen? Und darf man die Impfung auch verpflichtend machen? – Ist es zulässig, zentrale Bürgerrechte wie die Freizügigkeit wochenlang einzuschränken, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen? Verstößt es nicht gegen das Eigentumsrecht, wenn ganzen Berufsgruppen über längere Zeiten hinweg die Arbeit verboten wird? Sollte der Staat umgekehrt vielleicht auch stärker in Privaträumen kontrollieren dürfen, ob die Kontaktregeln eingehalten werden? – Was sagt uns das alles über die Bedeutung von Sozialkontakten für unser Leben? Oder auch für die Bedeutung persönlicher Begegnungen? Körperlicher Berührungen? – Ist es nicht ein Skandal, dass bei Corona so viel geht, was auch dem Klima guttäte? Oder ist es nicht ein Skandal, dass wir uns über geschlossene Fitnessstudios Gedanken machen, während in anderen Teilen der Welt dank Corona Hunger und Krankheiten wieder überhandnehmen? Und ist es nicht generell ein Skandal, dass sich plötzlich so viele Selbstverständlichkeiten aus unserem Dasein verabschiedet haben? – Was bedeutet das für unser individuelles Leben? Wo ist sein Sinn inmitten dieser sinnlosen Pandemie?
Es gibt offensichtlich eine Menge zu besprechen. Dazu soll der Vortrag anregen.

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Teilnahmegebühr

20,00 € pro Seminar, bei Buchung einzelner Online-Seminare
80,00 € bei Buchung eines Seminarpaketes von fünf Online-Seminaren

Benötigte technische Ausrüstung

  • eine stabile Internetverbindung
  • einen PC, Laptop, Tablet oder Smartphone
  • evtl. Kopfhörer oder Headset und eine Webcam

Einloggen in die Veranstaltung

Vor dem jeweiligen Termin des Vortrages erhalten Sie Informationen zur Webkonferenz-Plattform sowie einen Zugangscode oder einen Link.
Ihre Anmeldung wird per E-Mail übertragen. Sie erhalten automatisch eine Anmeldebestätigung per E-Mail.
Unsere Teilnahmebedingungen und die Widerrufsbelehrung finden Sie hier.

Anmeldung

Ich melde mich verbindlich zu folgenden gebührenpflichtigen EZUS-Online-Seminaren an.
Bei Buchung einzelnen Seminare beträgt die Seminargebühr 20,00 € pro gebuchtes Online-Seminar,
bei Buchung eines Seminarpakets beträgt die Seminargebühr 80,00 € für fünf Online-Seminare.

Auswahl Seminare *

Dienstag, 16. Februar 2021, 10:00 -12:00 Uhr, Prof. Dr. Johannes Süßmann, Bauten der ZivilreligionDienstag, 23. Februar 2021, 10:00 -12:00 Uhr, Prof. Dr. Dr. Bernd Irlenborn, Was glaubt, wer nicht glaubt? Aktuelle Formen des AtheismusDienstag, 02. März 2021, 10:00 -12:00 Uhr, Dr. Ariane Cäcilie Schneck, Die Verbindungen zwischen Descartes' Epistemologie und EthikDienstag, 09. März 2021, 10:00 -12:00 Uhr, Prof. Dr. Ralf Stoecker, Was hat Philosophie mit Corona zu tun?

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