Online-Vortragsreihe: Klassiker politischer Ideen: was sagen sie uns heute?

mit Prof. Dr. Gernot Graeßner, Euro-FH, Hamburg

Mittwoch, 14.04.2021: Gewaltenteilung, Volkswille – Montesquieu, Rousseau

Im vierten Vortrag werden die Denkmodelle der Repräsentation und des allgemeinen Volkswillens dargestellt, Konstruktionen, die in ihrem Wert und ihrer Problematik heute allgegenwärtig sind. Zwei Namen sind in diesem Bezug besonders prominent – Montesquieu (1689-1755) und Rousseau (1712-1778).
Vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Menschenbilds, geht es Montesquieu um die, durch zahlreiche Einflussfaktoren bestimmten Staatsverfassungen. Grundlegend für Montesquieu ist die Gewaltenteilung und die Machtbalance. Die klare Trennung der Gewalten und die Beziehungen zwischen den Gewalten sollen die politische Freiheit sichern.
Während Montesquieu also eher die Gemeinschaft und den Ausgleich betont, geht es Rousseau um die Art, wie der Wille des Volks zur Geltung kommen kann.
Probleme der menschlichen Gesellschaft treten nach Rousseau erst mit der Bildung des Eigentums ein. Eigentum wird verbunden mit der Bewertung von Menschen und führt infolgedessen zu einer gesellschaftlichen Differenzierung. Die entstehende Ungleichheit und Ungerechtigkeit bringt Rousseau zu dem Gedanken: Die Vernunft gestaltet den Gesellschaftsvertrag Gleicher unter Gleichen, der Gemeinwille wird zur Grundlage von Gesetzen und deren Ausführungen.

 

 

 

Übersicht

  • Start: 14. April 2021, 17:00
  • Ende: 14. April 2021, 19:00